Die neue europäische rechtsradikale Welle und das syrische Regime

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GESCHRIEBEN VON HISHAM ASHKAR, ins Englische übersetzt von Leila Attar und Ubiydah Mobarak

Nachrichten von Besuchen faschistischer und rechtsextremer Gruppen in Syrien, die Solidarität mit dem Regime zeigen sollen, tauchen neuerdings auf, insbesondere seit Ausbruch des revolutionären Prozesses im arabischen Raum. Es scheint, dass das Thema Syrien einen prominenten Platz in der Agenda der europäischen extremen Rechten einnimmt. Folglich versteht es sich von selbst, dass die Mehrheit der europäischen extremen Rechten das Assad-Regime unterstützt und sich gegen die Revolution in Syrien positioniert.

The Third Way march, with their Icons in

Marsch des “Dritten Weges”, mit seinen Ikonen in “yes we can”, im Stil von Shepard Fairey!

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Berkin Elvan lebt

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Von Antidote’s Laurent Moeri

Die Sonne steht tief und senkt sich langsam dem Horizont entgegen, um in Kürze hinter dem Meer zu verschwinden. Die kargen Berge verfärben sich durch das verebbende Licht in einem fortwährend dunkler und tiefer werdendem Blauton. Ein verliebtes Paar sitzt mit Sand in den Haaren in der Bucht und blickt in die rotgoldene, sich senkende Kugel. Die letzten Fischerkutter kehren in den kleinen Hafen ein. Einer entladet bereits seine Beute, schlitzt sitzend die Fische auf und wirft Unpassendes ins Wasser. Kreischende Möven kreisen über ihn, kämpfen um die Innereien.Continue Reading

Αθήνα Burns

Von AntiDote’s Laurent Moeri

Das Original erschien im Juni 2010 in der Volksstimme (Österreich)

Als erstes möchte ich Dir ganz liebe Grüβe von deinem neuen Freund ausrichten. Sodiris ist 12 Jahre alt und lebt in Exarchia und hat uns gestern beim Bau eines Spielplatzes geholfen.

Navarinou+Park+Athens+2009

Exarchia ist ein baulich herunter gewirtschaftetes Quartier der Innenstadt Athens, dessen Geschichte die Wände am Besten erzählen.  Schwarz-rote Sprayerein dominieren das Landschaftsbild. Forderungen und Drohungen an den Staat,  Aufrufe zu Demonstrationen, internationale Solidaritätsbotschaften und Anarchiezeichen. Eine Art Fingerabdrücke der Bewohner und Besucher. Die Krise steht hier deutlich an den Wänden geschrieben, wohl schon lange bevor sie in unseren Nachrichten erschien.

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Der Utopie entgegen

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Das Potenzial und die Grenzen des Anarchismus ausloten: Von einer langen Radtour nach Athen

Von Antidote’s Laurent Moeri

Zweitausendelf war das Jahr der Platzbesetzungen. Von Kairo über Athen bis nach New York, Frankfurt und Zürich ergriffen Bürger ihre Zelte und verschafften ihrem Unmut Platz. Aber nicht nur das: Sie errichteten auch Freiräume, in denen sie sich, fernab von kommerzialisierter Parteipolitik, wieder anmassten, die entleerte Hülle der Demokratie mit Inhalten zu füllen. Die Aufstände gegen die Diktaturen Nordafrikas und die Protestwellen in westlichen Metropolen scheinen auf den ersten Blick wenig gemeinsam zu haben. Und doch: Vereint werden sie durch das Verlangen, aufoktroyierte und unterdrückende Strukturen zu durchbrechen.Continue Reading

Die Flucht – Die Herzlosen

Der nachfolgende Text wurde anlässlich einer Zugbesetzung geschrieben und den Passagieren per Lautsprechanlange vorgelesen. Ziel der Aktion war es, der Flucht eine Geschichte, und den Fliehenden eine Stimme zu verleihen. Vorgelesen wurde der Text von einer Aktivistin der Autonomen Schule Zürich (ASZ) und eines Mitglieds des A4-Infoshop Kollektiv Zürich.

Von AntiDote’s Laurent Moeri

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker – Che

809d8cb3a8Continue Reading

«Wir blei­ben alle!»

Von Flo­ri­an Wilde.

Es waren unge­fähr drei­hun­dert west­afri­ka­ni­sche Flücht­linge, die im Früh­jahr 2013 von Li­by­en kom­mend Ham­burg erreich­ten. Ihr Weg hatte sie nach einer gefähr­li­chen Über­fahrt über das Mit­tel­meer zu­nächst auf die ita­lie­ni­sche Insel Lam­pe­dusa ge­führt, nach der sich die Grup­pe in Ham­burg dann be­nann­te. In Ham­burg ange­kom­men, wei­ger­ten sich die Behör­den unter Ver­weis auf die EU-​Richt­li­ni­en, den Flücht­lin­gen eine dau­er­hafte Unter­kunft zur Ver­fü­gung zu stel­len und ver­such­ten, sie gleich wie­der aus der Stadt zu trei­ben. Doch die Flücht­linge woll­ten nicht wei­ter­zie­hen. Wohin denn auch? Sie ent­schie­den sich zu blei­ben, an die Öffent­lich­keit zu gehen und für ihre Rech­te zu kämp­fen. Sie stie­ßen dabei auf eine spon­tane Welle der Sym­pa­thie und Soli­da­ri­tät in Tei­len der Be­völ­ke­rung.Continue Reading

Knüppel für unsere Träume

Von Antidotes’ Laurent Moeri

Die griechische Gesellschaft ist nun an einem Punkt, an dem es Spanien Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhundert gleicht. Ein Land das kurz vor dem Bürgerkrieg steht, als Testratte in einem Labor der neoliberalen Sparpolitik, gedrängt zur Vernichtung demokratisch erlangter Rechte und Brutstätte des wieder wuchernden Geschwürs des Nationalismus.Continue Reading